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Einige Hinweise zu selbstgenähten Behelfs-Mundschutzen

Wie ihr wisst, nähe ich für euch bereits seit einigen Wochen Behelfs-Mundschutze aus Stoff. In diesem Zusammenhang beschäftige ich mich mit all den Fragen, die zu Stoffmasken aufkommen. Ein paar habe ich hier aufgeführt.

Bringen Behelfs-Mundschutze aus Stoff überhaupt etwas?

Lass es mich mit einem Bild erklären, das ich in den Weiten des Internets gefunden habe.

Gibt es auch Nachteile beim Tragen von Alltagsmasken?

Allerdings! Und damit meine ich nicht nur, dass man damit wie OP-Personal aussieht (wenn man sic nicht gerade eine hübsche Maske von mir zugelegt hat ;). Der größte „Nachteil“ ist, dass eine Maske zu tragen zu dem trügerischen Glauben verleitet, man sei nun geschützt und könne die Abstandsregeln etwas laxer fassen. Das ist nicht der Fall! Die Maske soll andere schützen vor einem Virus, der vielleicht in die schlummert, von dem du aber (noch) nichts weißt.

Wie verhalte ich mich im Umgang mit einem Behelfs-Mundschutz richtig?

Eine Maske zu tragen bringt deinen Mitmenschen nur dann etwas, wenn du sie auch richtig trägst. Es ist niemandem geholffen, wenn du mit ihr nur den Mund bedeckst, die Nase aber über die Maske drüberschaut. Achte also bitte darauf, dass die Maske gut sitzt und Mund und Nase bedeckt.

Verhalte dich trotzdem so, als ob du gar keine Maske tragen würdest. Behandle die Maske außerdem immer so, als wäre sie voller Viren. Das heißt: Fasse sie beim Auf- und Absetzen nicht direkt an, sondern greife sie nur an den Gummibändern. Und: Alle weiteren Hygiene-Regeln gelten auch mit aufgesetzter Maske: In die Armbeuge husten und niesen, Abstand halten, sich regelmäßig und gründlich die Hände waschen.

Was sagt die Wissenschaft zu selbstgenähten Mund-Nasen-Masken?

Prof. Drosten spricht darüber in seinem Podcast Nr. 15 etwa ab Minute 35 und Podcast Nr. 19 zwischen Minute 3-18 über die Vor- und Nachteile selbst genähter Behelfsmasken. Ein Statement von ihm lautet:

„(Christian Drosten ifo Coronavirus-Upda„Die Idee, sich einfach eine Maske selbst zu basteln oder zu schneidern (…) ist eine gute Idee. Das ist eine höfli- che Idee. Ich schütze den anderen gegen meine mögli- cherweise ja noch gar nicht ausgebrochene Infektion. Ich signalisiere meiner Umgebung: Egal, was mit mir ist, ihr seid vor mir immerhin in dem Sinne geschützt, dass – wenn ich spreche – nicht irgendwelcher Speichel durch die Gegend fliegt oder dass – wenn ich huste – die gröbsten Tröpfchen in diesem Stoff hängenbleiben. Ich finde, das ist weiterhin eine höfliche Geste.“

(Christian Drosten im NDR Info Coronavirus-Update Podcast)

Und auch das offizielle Statement des Robert-Koch-Instituts liest sich positiv:

„Durch einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder bei der gegenwärtigen Knappheit eine textile Barriere im Sinne eines MNS (sogenannte community mask oder Behelfs- maske) können Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden.“

Wie pflegt man Behelfsmasken?

Nach jedem Tragen und spätestens, wenn die Maske durchfeuchtet ist, sollte sie in die Kochwäsche oder für fünf Minuten in kochendes Wasser auf dem Herd gegeben werden. Nach eigener Erfahrung tritt die Durchfeuchtung nach etwa 30-60 Minuten ein. Brillenträger können die Durchfeuchtung auch daran bemerken, dass die Brille immer wieder beschlägt. Sollte dies jedoch schon direkt nach dem Anlegen der Maske geschehen, bitte den Nasenbügel der Nase und den Wangen erneut anpassen. Sitzt die Maske an dieser Stelle zu locker, steigt die Feuchtigkeit der Atemluft nach oben und beschlägt die Brille.
Waschempfehlung: Bei 60°C oder 95°C Wäsche im Wäschenetz bei möglichst geringer Schleuderzahl oder 5 Minuten in kochendem Wasser auf dem Herd auskochen.

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