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Grün, grüner, Umweltschutz bei AlltagsEdel

Mir liegt die Umwelt sehr am Herzen. Ich möchte, dass alle Mensche auf der Erde, Kinder und Erwachsene, eine gute Zukunft auf unserem Planeten haben. Deshalb leiste ich privat und mit AlltagsEdel meinen Beitrag zum Umweltschutz. Für diesen Blog und meinen Shop sieht das konkret so aus:

  • Wir verwenden Ökostrom.
  • Ich versuche alle Stoffe mit möglichst wenig Resten zuzuschneiden.
  • Reste werden zu Abschminkpads oder Patchworkstoffen vernäht, aus denen dann wieder einzigartige Produkte entstehen.
  • Die kleinsten Reste, aus denen wirklich nichts mehr genäht werden kann, sammel ich und spende sie der Kita, wo die Kinder neue Kunstwerke daraus basteln.
  • Für meinen Versand verwende ich nach Möglichkeit gebrauchte Versandkartons.
  • Ich biete Selbstabholung an, damit nicht unnötig Pakete auf den Weg geschickt werden müssen, wenn der Kunde sowieso bei mir vorbeikommt oder dafür nur einen minimalen Umweg fahren muss.
  • Papierkram erledige ich möglichst digital.
  • Sollte doch mal etwas gedruckt werden, nutze ich recyceltes Papier und wenn möglich auch beidseitig.
  • Ich biete Biostoffe mit GOTS-zertifizierter Baumwolle an.
  • Meine Nähmaschine bzw. die Overlock ist nur beim Nähen an. Selbst bei kleinsten Wartezeiten (kurz eine Naht auftrennen, eine Naht an der anderen Maschinen nähen, etc), drücke ich den Aus-Knopf. Und wenn ich fertig bin, geht der Schalter an der Steckdosenleiste aus.

Habt ihr noch mehr Ideen, wie ich den Shop oder Blog umweltfreundlicher gestalten kann? Oder wollt ihr wissen, was wir privat umgesetzt haben? Dann schreibt es mir in die Kommentare!

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Geschenke

Es gibt doch nichts Schöneres, als wenn man jemandem mit seinem eigenen Hobby eine Freude machen kann!

Meine Schwester wünscht sich jetzt schon seit mehreren Jahren immer etwas Genähtes von mir. Die letzten zwei Jahre gab es einen Pulli: Erst einen dicken Kuschelpulli aus weichem Sweat. Es war damals richtig schwer einen schönen Stoff zu finden, der ihrem Alter entsprach. Er sollte nicht mehr kindlich sein, aber auch noch nicht zu erwachsen wirken. Das Schnittmuster stand dafür schon lange fest. Es sollte der Hoody Lynn werden;schön dick, mit Taschen und einer Wickelkapuze, sodass sich der Kragen wärmend um den Hals schmiegt. Entstanden ist dann dieses Werk:

Im Jahr darauf wurde es wieder ein Pulli, diesmal aber ein dünnerer aus Jersey. Da gerade Flamingos total in waren, mussten die natürlich mit rauf. Allerdings wirkten sie so erschlagend, dass ich mich entschied, dass Schnittmuster zu teilen und mit unifarbenen schwarzen Jersey abzumildern. Das ging ziemlich einfach. Ich habe das Schnittteil des Vorderteils erst geteilt, dann an der Teilung auf beiden Seiten eine Nahtzugabe eingezeichnet und mit den beiden neuen Schnittteilen, das Vorderteil zugeschnitten. Im Anschluss habe ich dann erst diese beiden Teile zusammengenäht, um wieder ein komplettes Vorderteil zu erhalten und das Rückenteil und die Ärmel wie üblich zugeschnitten und zusammengenäht. Auch dieser Pulli wird gerne getragen.

Dieses Jahr hat sich meine Schwester dann von meinem Shop inspirieren lassen und sich eine Mützen-Schlupfschal-Kombi gewünscht. Entstanden ist diese hier:

Natürlich wie immer mit kuscheligem Alpenfleece und zum Wenden.

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Das liebe Geld

Mittlerweile komme ich mit immer mehr Menschen in Kontakt, die sich für meine Kinderkleidung interessieren. Wenn ich Ihnen davon berichte, dass ich solche Mützen etc. nähe, die Ihre Kinder gerade tragen, werden sie mindestens hellhörig, wenn nicht sogar fast euphorisch. Nachdem ich ihnen Fotos gezeigt habe, beteuern sie begeistert und oft, bei mir auf jeden Fall etwas zu bestellen und … tun es am Ende doch nicht. Meistens kommt dann irgendwann heraus, dass meine Preise zu hoch wären und sie „das im Internet viel billiger bekämen“.

Keinem dieser Leute kann ich es übel nehmen. Keinem möchte ich vorschreiben, wo er oder sie die Kleidung der Kinder kauft. Denn sie haben Recht. Im „Internet“ gibt es die gleichen Produkte tatsächlich oft viel günstiger. Mit großen Ketten, die ihre Stoffe in Mengen vergünstigt einkaufen und in Billiglohnländern zu unmenschlichen Bedingungen vernähen lassen, kann und will ich mich hier nicht vergleichen. Aber es gibt auch Einzelpersonen, die ebenfalls, wie ich, von zuhause aus arbeiten, um andere mit ihren selbstgefertigten Produkten zu erfreuen. Diese Produkte werden dann meistens über Plattformen, wie z. B. Etsy verkauft; teilweise zu Preisen, die mit den großen Ketten fast mithalten können. Da frage ich mich immer: Wie machen die Leute das?

Für meine Preiskalkulation habe ich mich mächtig ins Zeug gelegt. Ich habe:

  1. Mir für jedes Produkt den genauen Stoffverbrauch und
  2. Die benötigte Herstellungszeit aufgeschrieben – vom Zuschnitt bis zum Abschneiden des letzten Fadens,
  3. Ein paar Minuten Arbeitszeit für Bürotätigkeiten aufgeschlagen. Dazu zählen das Bestellen von Stoff, Fotografieren der Stoffe und Produkte, Bearbeiten der Fotos, Einstellen der Fotos auf meiner Website und die Buchführung,
  4. Mir den Mindestlohn als Stundenlohn versprochen. Denn das bin ich mir wert.

Dafür bekommt ihr liebevoll gefertigte Produkte, die nach bestem Wissen und Gewissen unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt worden sind. Außerdem sind bei den Mützen und Schals wirklich alle Nähte unsichtbar, sodass ihr sie von beiden Seiten tragen könnt.

Natürlich gibt es auch genügend Leute, die ihre Produkte zu fairen Preisen z. B. auf Kunsthandwerkermärkten anbieten. Nur sind diese leider nicht so sichtbar. Wer etwas kaufen will, schaut schnell mal eben im Internet und landet häufig bei solchen Plattformen. Dort finden sich Preise, die weit von meinen entfernt sind. Um die selben Preise zu erreichen, müsste ich entweder meinen Stoff im Ausland günstiger einkaufen oder zum Selbstkostenpreis produzieren -sprich: auf meinen Arbeitslohn verzichten. Meine verwendeten Stoffe weisen alle ein gutes Preis-Leistungsverhältnis auf, welches ich an meine Kunden weitergebe. Ich kann etwas günstiger einkaufen, aber dann leidet zwangsläufig die Qualität meiner Produkte und dazu bin ich nicht bereit!

Ich möchte niemanden an den Pranger stellen. Diese Plattformen zeigen jede Menge Ideen und haben mit Sicherheit fast nur weiße Schafe. Aber die Niedrigpreise führen dazu, dass der Wert eines Produktes verzerrt dargestellt wird und Handwerker, die angemessene Preise verlangen, als viel zu teuer angesehen werden.

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Weihnachtsmarkt

Beitrag enthält unbezahlte Werbung

Ich werde auf dem Friesacker Weihnachtsmarkt und dem Frienachtsmarkt mit dabei sein! 😀

Am 30.11. von 14 bis 17 Uhr findet der Weihnachtsmarkt vor und in der Kooperationsschule Friesack statt. Meinen Stand werdet ihr in der Schule finden.

Ich bin schon ganz fleißig am Nähen. Auf meinem Tisch stapeln sich die zugeschnittenen Mützen und Schals. Ein paar Pullover und T-Shirts wird es auch geben. Und für jeden Käufer habe ich eine kleine Überraschung. Ich freue mich schon riesig und bin gespannt, wie euch meine Sachen gefallen werden. Es ist ja das erste Mal, dass ich so direktes Feedback bekomme. Online hält sich der Kundenkontakt eher in Grenzen. 😉

Edit (3.12.19) : Ihr könnt mich nun auch auf dem Weihnachtsmarkt in Vietznitz am 07.12. ab 14 Uhr treffen.

Der Frienachtsmarkt findet dann am 21.12. ab 16 Uhr im Garten des Land in Sicht e.v. Am Bahnhof 3 statt. Leider werde ich dort nicht oder höchstens nur kurz persönlich anwesend sein können.

Zwischen den beiden Märkten könnt ihr mich und meine Mützen und Schals, Pullover und T-Shirts und vieles mehr ganz live am Samstag den 7., 14., und 21.12. jeweils von 10-12 Uhr, am 20.12. von 15-17 Uhr und am 23.12. von 10-12 Uhr und von 15-17 Uhr beim Geflügelhof Müller, Bienenfarm 9a in 14641 Paulinenaue treffen. Dort gibt es neben Hühnern und Enten auch Futtermittel, Eier und Honig zu kaufen.

Ich freue mich auf euren Besuch!

Beitragsbild mit freundlicher Genehmigung des Land in Sicht e.v.

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Schlaf- und Jogginghose für den großen Mann

Der große Mann kommt nähtechnisch immer als letzter dran und damit ein wenig zu kurz. Das ist zum Einen arbeitsbedingt, weil er im Büro nur Hemden trägt und dadurch einfach weniger von mir Genähtes braucht. Es sei denn, ich wage mich irgendwann daran, Hemden zu nähen. Noch scheue ich mich vor dem Aufwand. Zum Anderen brauchen die Kinder öfter neue Sachen, weil sie so schnell wachsen und die eigene Garderobe soll ja auch nicht zu kurz kommen. Ganz zu Schweigen von dem Shop, der ja ebenfalls gefüllt sein möchte.

Nun darf er sich aber doch mal freuen. Er beschwert sich nämlich regelmäßig – zumindest in seiner Bedarfszeit vom Herbst bis zum Frühjahr  – dass er keine schönen Schlafhosen hätte. Seine eigentlich einzige ist ein „missglücktes“ Ergebnis aus meiner Anfangszeit im Nähen. Sie passt zwar, aber schön ist anders. Denn man sollte keinen Jerseystoff für ein Schnittmuster für Baumwollstoffe verwenden. Gleich mal was gelernt damals. Nun bekommt er jedenfalls eine schicke.

Das Schnittmuster ist die Jogginghose Alex. Da die Hose ja zum Schlafen sein soll, habe ich auf die Reißverschluss- und die Gesäßtaschen verzichtet und einfache Nahttaschen eingesetzt, damit nichts drückt. Eine Tasche für Handy, Taschentücher o. ä. musste aber sein.

Trotz einiger Bedenken in Sachen Bequemlichkeit habe ich mich im Bund für die Variante mit Gummizug und Kordel entschieden. Der große Mann hat nämlich in der letzten Zeit etwas abgenommen und da die Hose eine Überraschung ist, konnte ich ihn leider nicht ausmessen und habe seine Maße anhand der alten Maße geschätzt. Die Kordel ist so gesehen meine Sicherheitsleine, damit die Hose auch passt. Ich habe bewusst eine flache gewählt. Drückt mir die Daumen, dass sie im Liegen nicht drückt. Genäht habe ich die Größe M.

Edit: Die Hose passt super, nichts drückt und der große Mann ist glücklich. Besser kann es nicht laufen. 🙂

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Dinosaurier-Kostüm

Die Dinosauerier-Phase des Kleinen Engels hält weiterhin an und so hat er jetzt schon beschlossen, an Halloween als Dino zu gehen. Nun bin ich allerdings nicht so der Fan von aufwändigen Kostümen, die nur eine Zeit lang und über dicke Jacken schon mal gar nicht passen. Da musste ich mir also etwas einfallen lassen. Eine Idee war allerdings schnell vorhanden. Denn der Kleine Engel steht auch auf Superhelden (kennt er alle nur aus der Kita, aber egal) und so hatte ich in weiser Voraussicht letztens schon mal ein Schnittmuster für einen Superheldenumhang ausgedruckt. Es ist das Superhelden-Cape von Kid5. Während des Nähens habe ich natürlich vergessen, Fotos zu machen, aber ich beschreibe es euch. Während des ganzen Arbeitsprozesses hatte ich immter wieder tatkräftige Unterstützung vom Kleinen Engel. Er hat sich die Stoffe ausgesucht, das Schnittmuster und teilweise den Stoff zugeschnitten, mir Stecknadel gereicht oder abgenommen und die Pedale der Nähmaschine betätigt.

Den Schnitt habe ich insgesamt viermal ausgeschnitten und den Stoffbruch weggelassen, dort jedoch eine Nahtzugabe von 0,7cm eingefügt. Da ich Stoffreste verwendet habe, konnte ich auch gar keinen Bruch legen. Denkt beim einzelnen Zuschneiden unbedingt daran, dass ihr das zweite Schnittteil gegengleich zuschneidet. Ich weiß, wovon ich rede… Fällt aber zum Glück nicht so auf. 😉 Ich habe alle Nähte mit der Overlock genäht. Mit der Nähmaschine geht es aber auch. Dann müssen allerdings alle Kanten mit einem Zick-Zack-Stich versäubert oder gleich mit der Zick-Zack-Schere zugeschnitten werden.

Anschließend habe ich acht Dreiecke aus dem hellgrünen Stoff ausgeschnitten und sechs davon paarweise an zwei Seiten zusammengenäht, gewendet, kurz gebügelt und mit etwas Füllwatte gestopft. Meine Dreiecke haben eine Seitenlänge 17cm. Wenn ihr sie kleiner macht, dann passen auch mehr auf den Umhang und ich vermute, dass man die dann auch nicht füllen muss. Ich wollte jedoch, dass die Rückenszacken etwas Stand haben. Die drei Dreiecke werden mit der offen gebliebene Grundseite  jetzt rechts auf rechts an die „Bruchkante“ eine Capeteils gesteckt. Die erste Zacke etwa 5cm vom Hals entfernt und die anderen beiden gleichmäßig verteilt. Dann wird das gegengleiche Capeteil rechts auf rechts Bruchkante auf Bruchkante mit den Zacken gesteckt und genäht. 

Auch die anderen beiden Capeteile werden am Bruch rechts auf rechts zusammengenäht. Hattet ihr genug Stoff, um den Schnitt im Bruch zuzuschneiden, so entfällt dieser Schritt.

Das letzte Dreieck kommt an den Schwanz. Dafür habe ich von dem dunkelgrünen Stoff ein schmales, langes Rechteck geschnitten, an der lange Seite in den Bruch gelegt und die gegenüberliegende Seite geschlossen. Den fertigen Schlauch habe ich gewendet und mittig rechts auf rechts an eine Seite des Dreiecks gesteckt, ein zweites Dreieck ebenfalls rechts auf rechts darübergelegt und alles mit einer Wendeöffnung von ca. 5cm zusammengenäht. Dann habe ich es gewendet, mit etwas Füllwatte gestopft und die Wendeöffnung per Hand mit dem Matratzenstich geschlossen.

Ich habe mich am Hals für einen CamSnap-Druckknopf als Verschluss entschieden und deshalb an jedes Capeteil etwas stärkere Vlieseline an die spätere Position des Knopfes gebügelt.

Nun kann man den Schwanz mittig rechts auf rechts mit der Spitze in Richtung Halsausschnitt an ein Cape, das zweite Cape rechts auf rechts darüber legen und alles rundherum zusammenstecken. Näht einmal rundherum und lasst eine Wendeöffnung von 10cm, sodass eure Hand bequem hindurch passt. Das erleichtert das Wenden.  Ich habe die Wendeöffnung an der unteren Kante gelassen, ihr könnt sie aber auch an der Seite lassen. jetzt das Cape durch die Wendeöffnung auf rechts wenden. Die Öffnung könnt ihr per Hand mit dem Matratzenstich schließen. Ich habe das Cape jedoch noch einmal rundherum abgesteppt und dabei die Wendeöffnung geschlossen.

Zum Schluss habe ich noch den Druckknopf angebracht.

Der kleine Engel liebt seinen Umhang und ist sehr stolz, dass er ihn alleine an- und ausziehen kann.

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Fahrradausstattung

Der große Mann fährt nach Möglichkeit immer mit dem Fahrrad zum Bahnhof. Bei den herbstlichen und bald auch (hoffentlich!) winterlichen Temperaturen, wird es jedoch ziemlich zugig und gerade die Ohren frieren sehr. Damit er weiterhin sportlich unterwegs sein kann, habe ich ihm ein Mützenset mit Fahrradmotiv genäht: Ein Schlauchschal für die milderen Temperaturen und eine Wendebeanie mit Schlupfschal für die kälteren Morgende und Abende.

Für den Schlauchschal habe ich ein Rechteck mit den Maßen 50cm x 40cm aus Jersey ausgeschnitten, die obere und die untere Kante mit der Overlock versäubert und die Seiten rechts auf rechts mit der Overlock zusammengenäht. Danach noch gewendet und fertig ist der Schlauchschal. Der passt auch wunderbar unter den Helm.

Die Wendebeanie und den Schlupfschal habe ich mit schwarzem angerauten Sweat gefüttert. Sollte ja auch bei dienstlichen Terminen seriös tragbar sein. Der Sweat ist kuschelig weich und trägt nicht zu sehr auf. Alpenfleece wäre für das Fahrradfahren zu warm geworden und hätte vermutlich auch nicht unter den Helm gepasst.

Der große Mann hat sich sehr gefreut.

Die Wendebeanie und den den Schlupfschal findet ihr übrigens auch in meinem Shop.

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Ärmelreparatur

Dem großen Mann war eines seiner Hemden am Ellenbogen durchgescheuert. Erst wollte er es zur Gartenarbeit anziehen oder mir zum Upcyclen und Zerschneiden geben. Doch ich fragte ihn, ob er nicht ein Kurzarmhemd haben wolle. Zum Zerschneiden war mir das Hemd nämlich zu schade, denn bis auf das Loch im Ärmel war es noch gut in Schuss. Der große Mann war sehr erfreut über meine Idee und so setzte ich mich an die Nähmaschine. Ich maß von der Schulter eine gerade Linie ab, wie lang der Ärmel bleiben sollte und fügte eine Saumzugabe von 4cm hinzu. Zögerlich schnitt ich die Ärmel ab. Den Saum bügelte ich zweimal zu je 2cm um und siehe da: Ein neuer, kurzer Ärmel! Auf der anderen Seite verfuhr ich genau so und fertig war das neue Hemd. Ich freue mich jedes Mal, wenn der große Mann es anzieht, dass die Umwandlung so gut geklappt hat und er es weiter tragen kann.

Edit: Für ein Männerhemd ist mir der Saum zu schmal geworden. Die Naht sollte schon zwei bis drei cm vom Ärmelrand entfernt sein. Beim nächsten mal werde ich 6cm Saumzugabe zufügen und zweimal zu je 3 cm umbügeln.

Der Saum von außen.
Der Saum von innen. Beim nächsten Mal werde ich knappkantiger absteppen, obwohl der Stoff dank seiner Stabilität nicht umklappt.
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Sommerpucksack

Rosi von Schnabelinas Blog hatte zu einem offenen Probenähen aufgerufen, an dem ich unbedingt teilnehmen musste. Es sollte ein Sommerpucksack aus Jersey und Sweat genäht werden. Hier ist das gut Probestück in Größe 68, da die kleine Blume gerade genau 62cm lang ist und der Pucksack ja auch noch etwas länger passen soll. Er hat eine Sommer- und eine Winterseite. Die Sommerseite dürfte euch bekannt vorkommen. 😉 Der Stoff ist nun fast aufgebraucht und reicht leider nicht mehr für ein ganzes Projekt. Ihr werdet ihn aber bei Gelegenheit irgendwo nochmal wiederfinden.

Die andere Seite ist aus kuscheligem Sweat genäht. Dadurch ist es bei mir auch mehr ein Übergangspucksack für den Herbst oder sogar für den Winter geworden. Die Pinguine unterstreichen die Verwendung des Pucksacks in der kalten Jahreszeit. Wenn man Sommersweat verwendet, dann taugt der Pucksack bestimmt deutlich besser für den Sommer.

Wie ihr seht, können die Füße entweder herausschauen oder aber im Sack verschwinden. Dafür gibt es zwei Öffnungen mit Bündchen wie bei einer Hose. Somit lässt sich der Pucksack prima an schwankende Temperaturen auch innerhalb einer Nacht anpassen. Den kleinen Babys kann man beim Stillen nachts die Füße herausholen oder wieder hineinstecken und größere Kinder können das selbst nach ihrem Wärmebedürfnis machen.

In der Größe 68 finde ich jedoch die Beinbündchen zu lang geraten. Ich habe sie deshalb zur Hälfte umgeschlagen. Wenn ich der Blume die Bündchen in er kompletten Länge anziehe, dann staut sich der Stoff des Pucksacks für meinen Geschmack zu sehr. Am oberen Bild kann man sehen, dass auch die Gesamtlänge ziemlich viel Freiraum lässt. Da ich ja nun die nächste Größe gewählt habe, habe ich zur Anprobe mal das Bauchbündchen komplett umgeschlagen, um den Pucksack um 9,5cm zu verkürzen. Er war aber immer noch sehr lang. Ich denke, hier können noch ca. 4 bis 5cm in der Länge unten weggenommen werden.

Besonders schön ist, dass die Bündchen so an beide Stoffseiten angenäht werden, dass sie jeweils alle Lagen verbinden und keine Nähte zu sehen sind. Auch der Bauchbund sitzt körpernah ohne einzuengen. Ich habe ihn jedoch etwas verschmälert, da ich nur noch 35cm von dem Bündchen hatte.

Letzte Nacht haben wir den Pucksack schon eingeweiht und er hat super Dienste geleistet! Obwohl wir über 20°C im Schlafzimmer hatten, hat die Blume weder gefroren noch geschwitzt. Das finde ich beachtlich, wenn man bedenkt, dass ich sie in kuscheligen Sweat gepackt hatte und sie auch noch einen Flanellschlafanzug, allerdings ohne Body, trug.

Ich bin sehr gespannt, wie die endgültige Fassung des Schnittmusters passen wird!

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Neue Schlafanzüge

Bei uns ist es seit Wochen unglaublich warm und trocken. Sämtliche Unwetter, die etwas Abkühlung und dringend benötigten Regen bringen würden, ziehen grundsätzlich an uns vorbei. Nur weil der kleine Mann ebenfalls seit Wochen um spätestens halb sechs Uhr morgens wach ist, können wir die dann noch existierende frische Morgenluft ins Haus lassen. Denn um spätestens acht Uhr haben wir draußen schon zwanzig Grad. Somit schaffen wir es, dass sich die Zimmer nicht ins Unerträgliche aufheizen. Dennoch ist es ziemlich warm, sodass wir die Decken gegen einfache Laken zum Zudecken getauscht haben. Der kleine Mann deckt sich jedoch nachts immer wieder auf. Deshalb ist es mir nichts, ihn nur in Unterwäsche schlafen zu lassen. Leider hat er keine gemütlichen kurzen Schlafhosen. Da musste ich also schnell noch eine nähen. 🙂 Und weil es einfach netter ist, gab es auch gleich ein passendes kurzes Schlafshirt dazu. Ich hätte ihm auch nur ein T-Shirt anziehen können, aber das wäre ja langweilig. 😛

Für den kleinen Rabauken, der gerade Wetter bedingt im Garten viel mit Wasser spielt, kam der Piratenstoff gerade recht. Und weil ich noch genug Stoff hatte und Partnerlook einfach hinreißend ist, bekam die Blume auch noch einen kurzen Schlafanzug. Ein einfacher Body ist ja genau so langweilig, wie die einfachen T-Shirts, nicht wahr? ;P

Sind die beiden nicht goldig?!

 

 

Der Schnitt ist das kostenlose Schlafanzug-E-Book Emil(y) shorty von heidimade. Der Zweiteiler ist in Größe 98/104  und der Einteiler mit Knopfleiste in 62/68 genäht. Noch sind sie etwas zu groß, aber beide Kinder wachsen momentan sehr schnell. Bei der Blume sind die große Größe und der Jersey doppelt von Vorteil, da sonst die Stoffwindeln nicht hineinpassen würden. Von dieser kommt auch die „Beule“ im Schritt. Hier gäbe es Schnittmusterentwicklungsbedarf meinerseits, damit auch solche Einteiler ohne Zerren passen. Mal sehen, ob ich mich daran traue.

Beim kleinen Mann passt der Bauchbund der Hose sehr gut. Allerdings ziehe ich wegen seiner schmalen Statur immer noch einen Gummi mit ein. Insgesamt ist der Schlafanzug an ihm aber sehr luftig geschnitten. Das passt gut zum Wetter, ist aber definitiv nur als Haus- oder Schlafanzug tragbar. Wenn wir das Haus verlassen, ist mir ein etwas engerer Schnitt für ihn lieber.

Für die Ärmel und Beine habe ich faule Bündchen mit der Overlock genäht. Diese wollte ich unbedingt mal ausprobieren. Sie waren ganz fix genäht. Allerdings finde ich, dass die Bündchen dadurch labberig wirken. Beim nächsten Mal werde ich definitiv wieder normale Bündchen – entweder mit Bündchenware oder aus Jersey – annähen.