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Sommerpucksack

Rosi von Schnabelinas Blog hatte zu einem offenen Probenähen aufgerufen, an dem ich unbedingt teilnehmen musste. Es sollte ein Sommerpucksack aus Jersey und Sweat genäht werden. Hier ist das gut Probestück in Größe 68, da die kleine Blume gerade genau 62cm lang ist und der Pucksack ja auch noch etwas länger passen soll. Er hat eine Sommer- und eine Winterseite. Die Sommerseite dürfte euch bekannt vorkommen. 😉 Der Stoff ist nun fast aufgebraucht und reicht leider nicht mehr für ein ganzes Projekt. Ihr werdet ihn aber bei Gelegenheit irgendwo nochmal wiederfinden.

Die andere Seite ist aus kuscheligem Sweat genäht. Dadurch ist es bei mir auch mehr ein Übergangspucksack für den Herbst oder sogar für den Winter geworden. Die Pinguine unterstreichen die Verwendung des Pucksacks in der kalten Jahreszeit. Wenn man Sommersweat verwendet, dann taugt der Pucksack bestimmt deutlich besser für den Sommer.

Wie ihr seht, können die Füße entweder herausschauen oder aber im Sack verschwinden. Dafür gibt es zwei Öffnungen mit Bündchen wie bei einer Hose. Somit lässt sich der Pucksack prima an schwankende Temperaturen auch innerhalb einer Nacht anpassen. Den kleinen Babys kann man beim Stillen nachts die Füße herausholen oder wieder hineinstecken und größere Kinder können das selbst nach ihrem Wärmebedürfnis machen.

In der Größe 68 finde ich jedoch die Beinbündchen zu lang geraten. Ich habe sie deshalb zur Hälfte umgeschlagen. Wenn ich der Blume die Bündchen in er kompletten Länge anziehe, dann staut sich der Stoff des Pucksacks für meinen Geschmack zu sehr. Am oberen Bild kann man sehen, dass auch die Gesamtlänge ziemlich viel Freiraum lässt. Da ich ja nun die nächste Größe gewählt habe, habe ich zur Anprobe mal das Bauchbündchen komplett umgeschlagen, um den Pucksack um 9,5cm zu verkürzen. Er war aber immer noch sehr lang. Ich denke, hier können noch ca. 4 bis 5cm in der Länge unten weggenommen werden.

Besonders schön ist, dass die Bündchen so an beide Stoffseiten angenäht werden, dass sie jeweils alle Lagen verbinden und keine Nähte zu sehen sind. Auch der Bauchbund sitzt körpernah ohne einzuengen. Ich habe ihn jedoch etwas verschmälert, da ich nur noch 35cm von dem Bündchen hatte.

Letzte Nacht haben wir den Pucksack schon eingeweiht und er hat super Dienste geleistet! Obwohl wir über 20°C im Schlafzimmer hatten, hat die Blume weder gefroren noch geschwitzt. Das finde ich beachtlich, wenn man bedenkt, dass ich sie in kuscheligen Sweat gepackt hatte und sie auch noch einen Flanellschlafanzug, allerdings ohne Body, trug.

Ich bin sehr gespannt, wie die endgültige Fassung des Schnittmusters passen wird!

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Neue Schlafanzüge

Bei uns ist es seit Wochen unglaublich warm und trocken. Sämtliche Unwetter, die etwas Abkühlung und dringend benötigten Regen bringen würden, ziehen grundsätzlich an uns vorbei. Nur weil der kleine Mann ebenfalls seit Wochen um spätestens halb sechs Uhr morgens wach ist, können wir die dann noch existierende frische Morgenluft ins Haus lassen. Denn um spätestens acht Uhr haben wir draußen schon zwanzig Grad. Somit schaffen wir es, dass sich die Zimmer nicht ins Unerträgliche aufheizen. Dennoch ist es ziemlich warm, sodass wir die Decken gegen einfache Laken zum Zudecken getauscht haben. Der kleine Mann deckt sich jedoch nachts immer wieder auf. Deshalb ist es mir nichts, ihn nur in Unterwäsche schlafen zu lassen. Leider hat er keine gemütlichen kurzen Schlafhosen. Da musste ich also schnell noch eine nähen. 🙂 Und weil es einfach netter ist, gab es auch gleich ein passendes kurzes Schlafshirt dazu. Ich hätte ihm auch nur ein T-Shirt anziehen können, aber das wäre ja langweilig. 😛

Für den kleinen Rabauken, der gerade Wetter bedingt im Garten viel mit Wasser spielt, kam der Piratenstoff gerade recht. Und weil ich noch genug Stoff hatte und Partnerlook einfach hinreißend ist, bekam die Blume auch noch einen kurzen Schlafanzug. Ein einfacher Body ist ja genau so langweilig, wie die einfachen T-Shirts, nicht wahr? ;P

Sind die beiden nicht goldig?!

 

 

Der Schnitt ist das kostenlose Schlafanzug-E-Book Emil(y) shorty von heidimade. Der Zweiteiler ist in Größe 98/104  und der Einteiler mit Knopfleiste in 62/68 genäht. Noch sind sie etwas zu groß, aber beide Kinder wachsen momentan sehr schnell. Bei der Blume sind die große Größe und der Jersey doppelt von Vorteil, da sonst die Stoffwindeln nicht hineinpassen würden. Von dieser kommt auch die „Beule“ im Schritt. Hier gäbe es Schnittmusterentwicklungsbedarf meinerseits, damit auch solche Einteiler ohne Zerren passen. Mal sehen, ob ich mich daran traue.

Beim kleinen Mann passt der Bauchbund der Hose sehr gut. Allerdings ziehe ich wegen seiner schmalen Statur immer noch einen Gummi mit ein. Insgesamt ist der Schlafanzug an ihm aber sehr luftig geschnitten. Das passt gut zum Wetter, ist aber definitiv nur als Haus- oder Schlafanzug tragbar. Wenn wir das Haus verlassen, ist mir ein etwas engerer Schnitt für ihn lieber.

Für die Ärmel und Beine habe ich faule Bündchen mit der Overlock genäht. Diese wollte ich unbedingt mal ausprobieren. Sie waren ganz fix genäht. Allerdings finde ich, dass die Bündchen dadurch labberig wirken. Beim nächsten Mal werde ich definitiv wieder normale Bündchen – entweder mit Bündchenware oder aus Jersey – annähen.